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Mixtape der Woche

22. Januar 2026, 21:25 Uhr von Uwe

In dieser Woche wirds eiskalt. Es ist ja irgendwie immer noch leicht winterlich mit Temperaturen knapp unter null Grad. Da lacht mein Kollege nur drüber, der sitzt nämlich in Finnland, genauer gesagt in Oulo. Da hat man im Winter schon mal -30 Grad, und außerdem ist es quasi nur dunkel, wenn nicht grade Polarlichter leuchten.

Um diese drei Ecken kam ich dann auch auf das Thema des heutigen Mixtapes, denn aus Oulo stammte auch eine der prägenden finnischen Metalbands der späten 90er und frühen Nuller Jahre: Sentenced. Die lösten sich schon vor über 20 Jahren auf dem Höhepunkt ihrer Karriere auf.

Dance On The Graves (Lil Siztah)

Auf dem 1995er Album „Amok“ markiert das Ende der reinen Death-Metal Phase der Band. Melodische Elemente hielten Einzug, Vergleiche mit schwedischem Melo-Death der Sorte In Flames sind durchaus angebracht.

Noose

Auf dem Folgealbum „Down“ gibt Ville Laihiala am Mikro seinen Einstand. Dieser Wechsel ging mit einer stilistischen Korrektur in melodischere und düstere Gefilde einher. Textlich bleibt hingegen alles beim Alten, Tod und Verderben sind Thema Nummer 1, gespickt mit viel schwarzem Humor natürlich.

Keep My Grave Open

Ebenfalls vom Album „Down“ stammt diese Nummer. Das Album erreichte in den finnischen Charts bereits die Top 20, im Rest der Welt spielte man noch keine Rolle.

Killing Me, Killing You

Vier Jahre später, das 1998 erschienene Album „Frozen“ habe ich übersprungen, weil es schon mal Album der Woche war, hatte die Band quasi den Mainstream erreicht. Platz 1 in Finnland und Top 50 in Deutschland mit dem Album „Crimson“. Diese Nummer wurde als Single veröffentlicht und erreichte Platz 5 in Finnland. Stilistisch ist das nun eher wenig schwermetallisch, die Band bezeichnet es als „Melancholic Rock“.

With Bitterness And Joy

Ebenfalls aus dem 2000er Dreher „Crimson“ stammt dieser Song, der zeigt dass es durchaus noch ordentlich Gitarren auf dem Album zu finden gibt.

Guilt And Regret

Zwei Jahre später wiederholte die Band das Erfolgsrezept auf dem Album „The Cold White Light“. Nach düsterem Pianointro wird dann aber schon nochmal ordentlich losgerockt.

Brief Is The Light

Den Abschluss des Mixtapes macht eine weitere Nummer aus „The Cold White Light“. Hier ist man dem klassischen Metal nochmal richtig nahe gekommen.

2005 Folgte das „Funeral Album“, eine Abschlusstournee und danach war Schicht im Schacht. Der Sänger musste zum Alkoholentzug und 2009 starb der Gitarrist an einem Herzleiden. Damit ist auch klar, dass hier keine spätere Reunion angesagt ist. Übrig bleiben acht Album von 1991 bis 2005, die den Weg der Finnen vom reinen Death Metal (vulgo „Krach“) zu Charttoppern nachzeichnen.

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